Japan,

das Land fernöstlicher Faszination und der Aufenthalt in diesen Häfen immer ein Erlebnis.

Ganz besonders interessant war es, wenn der Aufenthalt um den Jahreswechsel und in den Anfang Januar fiel. In dieser Zeit hat man bei guter Sicht in den frühen Morgenstunden auch die Chance, den Fuji-San, den Berg der Berge Japans vom Hafen Yokohama aus zu sehen.

In dieser Zeit feierten man in Japan das Neujahrsfest, ein japanisches Fest zum Jahreswechsel. Zu diesen Festlichkeiten schmücken sich ganz besonders die Japanerinnen mit ihrer traditionellen Gewändern, ein exotisch prachtvoller Anblick.

Leider war unser erster Kontakt mit Yokohama nicht der glücklichste, da wir in der Einfahrt zur Tokio-Bucht eine Kollision mit einem japanischen Küstentanker hatten. Die letztlich angenehme Seite dabei, wir hatte zusätzlich 4 Wochen Aufenthalt in einer japanischen Werft und somit ausreichend Gelegenheit, Land und Leute etwas mehr kennenzulernen.

Neben Containern luden wir in Japan auch oftmals Schwer-Colli, so einmal. eine 95 Tonnen schwere Kurbelwelle,die unglücklicherweise entgegen sonstiger Gewohnheiten quer zur Schiffslängsachse geladen werden mußte. Zu allem Unglück waren das Holz der Pallungen noch mit Blech verkleidet. Unglück nimm deinen Lauf. Wir liefen aus Yokohama aus, nach Nordosten in einen kleinen Werkshafen eines Stahlwerkes, um Bleche zu laden. Beim Kurswechsel in die Hafeneinfahrt, es mußte eine in nordöstlicher Richtung parallel zur Küste vorgelagerte Mole umfahren werden, holte das Schiff durch erhebliche Dünung zwei dreimal bis zu 45 Grad nach Backbord und Steuerbord über. Beim erstenmal holte sich die Kurbelwelle Lose in der Vertäuung und beim zweitenmal marschierte sie mit ihren 95 Tonnen ab in Richtung Außenhaut. Unser Glück war, daß sich dazwischen noch die Zubehörkiste von ca 3 x 3 x 3 m befand, die die Kurbelwelle zwar bremste, aber dabei kurz und klein ging.

In Kobe hatten wir einige gute japanische Freunde der Freundschaftsgesellschaft, mit denen wir mehrmals ein original-japanisches Restaurant in der Altstadt besuchten.